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Bad: Bürgermeister aus Garbsen will Gespräch PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Leine-Zeitung, Frank Walter   
Montag, 27. November 2006

Gertz: Antrag von CDU und Grünen ist überflüssig wie ein Kropf

SEELZE. Jetzt schaltet sich die Nachbarkommune in die Diskussion um die Wellnesstherme ein: Garbsens Bürgermeister Alexander Heuer hat seine Amtskollegen aus Seelze und Langenhagen zu einem kurzfristigen Gespräch über die Entwicklung der kommunalen Bäder eingeladen. Heuer nimmt dabei den ersten Zwischenbericht der Gutachter zu den Garbsener Bädern zum Anlass, der morgen ab 18 Uhr in der Sportausschusssitzung vorgestellt wird. „Zurzeit ist zu beobachten, dass jede Kommune für sich allein an neuen Konzepten für ihre Bäder arbeitet. Nach meinem Eindruck findet eine Abstimmung über die Gemeindegrenzen  hinaus   nicht ausreichend statt", teilte Heuer mit. Er wolle sich dafür einsetzen, dass man in dieser Frage enger kooperiere.

Seelzes Bürgermeister Manfred Fischer hatte im Redaktionsgespräch in der vergangenen Woche auf die Frage nach einer möglichen Bäder-Kooperation mit der Stadt Garbsen auf die räumlichen Schwierigkeiten verwiesen - das Grenzgebiet beider Städte ist unbebaubares Überschwemmungsgebiet. Und Fischer kann sich nicht vorstellen, dass Garbsen bereit sei, ein neues Bad auf Seelzer Gebiet mitzufinanzieren.

Mit deutlichen Worten hat die SPD-Fraktionsvorsitzende im Seelzer Rat, Waltraud Gertz, den aktuellen Antrag von CDU und Grünen zur Wellnesstherme kritisiert. Diese fordern von der Verwaltung eine genaue Kostenaufstellung, was eine Sanierung der Bäder in Letter und Seelze kosten würde (wir berichteten). „Dieser Antrag ist überflüssig wie ein Kropf, sagt Gertz. Die Investorensuche sei gelaufen, die geforderten Zahlen zur Sanierung lägen längst vor. Die Sanierung des Seelzer Bads schlage, gerechnet auf 15 Jahre, mit rund 9,6 Millionen Euro zu Buche. „Das ist nicht finanzierbar, die Kommunalaufsicht lehnt es ab", betonte Gertz, die vermutet, dass CDU und Grüne mit ihrem Antrag lediglich „die Öffentlichkeit ruhig stellen" wollen. SPD-Ratsherr Heinrich Aller wirft Bürgermeister Fischer derweil „demokratische Instinktlosigkeit vor", weil dieser aus dem Vertrag mit der Kristallbäder AG aussteigen will.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 29. November 2006 )
 
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