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Ortsbürgermeister Gärtner wird Bundesverdienstkreuz verliehen
Als Dankeschön für die nachhaltige Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit ihres Mannes brachte Wolfgang Neubauer (rechts) Gärtners Ehefrau Bärbel einen großen Blumenstrauß mit. UMSCHAU-Foto
Letter. Neben seiner Familie hatte Letters Ortsbürgermeister Hubertus Gärtner auch zahlreiche Wegbegleiter aus der Politik sowie aus den verschiedenen örtlichen Vereinen und Organisationen eingeladen, an seiner Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz teilzuhaben. Dass der stellvertretende Regionspräsident Wolfgang Neubauer die Ehrung im Roncalli-Haus der katholischen Kirchengemeinde in Letter vornahm, weist auf Gärtners Engagement im Bereich der Kirche hin.
Hier hat er schon vor 50 Jahren als Messdiener und Jugendgruppenleiter erste Beweise seines ehrenamtlichen Engagements abgelegt. Seit 1962 wirkte er an verantwortlicher Stelle in Gremien wie dem Pfarrkomitee mit, später gehörte er dem Pfarrgemeinderat und dem Kirchenvorstand an und begleitete intensiv die Zusammenführung der Pfarrgemeinden St.Maria Rosenkranz Letter und Heilige Dreifaltigkeit Seelze, Dabei trug er als Mitglied des Arbeitskreises „Seelsorgeeinheit“ und später der Steuerungsgruppe wesentlich mit dazu bei, dass die Gespräche über zentrale Aufgaben und zu klärende Themen vorangetrieben, die Interessen und Bedenken der eigenen Kirchengemeinde wahrgenommen, Konflikte besprochen und Problemsituationen gelöst wurden. Gärtners politisches Engagement reicht bis in die Zeit der Altgemeinde Letter zurück. Hier widmete er sich zunächst als Mitglied des Ortsjugendringes, des Jugendringes des Landkreises Hannover und als Vertreter im Ausschuss für Jugend und Soziales der Jugendarbeit. Seit 1976 gehört er dem letterschen Ortsrat an und hatte bereits von 1981 bis 1986 das Amt des Ortsbürgermeisters inne.
1986 wurde Hubertus Gärtner auch in den Rat der Stadt Seelze und zwei Jahre später zum Fraktionsvorsitzenden der CDU gewählt. Seit 31 Jahren ist er Mitglied des Verwaltungsausschusses, auch in anderen Ratsausschüssen wie Ordnung und Soziales oder Bildung und Freizeit arbeitete er in verantwortlicher Position mit.
Ein Schwerpunkt seiner politischen Arbeit ist sicherlich sein „Heimat- Stadtteil“ Letter, wo er an vielen Maßnahmen wie der Übergabe des Leinestadions an die SG Letter 05, der Neuordnung des Zentrums und dem jahrelangen Kampf um den Ausbau der Lange-Feld-Straße maßgeblich mitwirkte. Außerdem organisiert er seit 1980 das lettersche Kastanienfest als großes Stadtteilfest des Ortsrates und ist seit der Gründung des „Vereins für die Durchführung des Weihnachtsmarktes“ im Jahr 1997 dessen Vorsitzender. Seit 2004 ist Gärtner auch ein überaus aktives und kreatives Mitglied in der Kommission „Letter-Fit“, deren Ziel es ist, den Stadtteil durch städtebauliche Maßnahmen zu verändern.
Trotz dieser unerhörten ehrenamtlichen Belastung findet Gärtner noch die Zeit, sich als stellvertretender Kassenwart der SG Letter 05 und als Kassenprüfer der Schützengesellschaft in die Vereinsarbeit einzubringen. Außerdem läuft aktuell seine vierte Amtsperiode alsSchöffe am Landgericht. Und letztlich ist hat er seit Jahrzehnten ein offenes Ohr für seine Mitbürger, die ihn oft genug auf offener Straße ansprechen, um Sorgen, Probleme oder auch Vorschläge los zu werden. Angesichts dieser Fülle von Ehrenämtern, die Gärtner nach den Worten des stellvertretenden Bürgermeisters Heinrich Oelfke allesamt „akribisch ausfüllte und noch ausfüllt“, befand auch der stellvertretende Regionspräsident, dass „der Bundespräsident mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland eine richtige Entscheidung getroffen hat“. In seine Laudatio bezog Neubauer auch Gärtners Familie und vor allem Ehefrau Bärbel mit ein, ohne deren Unterstützung ein solch vielfältiges ehrenamtliches Engagement nicht zu bewältigen gewesen wäre. |