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Verfassungsschutz informiert über Gefahren von „links und rechts“
Dr. Stephan Walter (links) von der NEIS hielt den Einführungsvortrag, Wilfried Otto ist in der Verwaltung der Ansprechpartner für interessierte Schulen, Vereine und Bürger.
Seelze. „Information und Aufklärung sind wichtige Voraussetzungen, um unsere Demokratie vor extremistischen Tendenzen zu schützen“, beschwor Dr. Stephan Walter von der Niedersächsischen Extremismus-Informationsstelle (NEIS) die gut 30 Besucher, die zur Eröffnung der Wanderausstellung „Verfassungschutz gegen Extremismus…Demokratie schützen“ in das Seelzer Rathaus gekommen waren. Neben Mitgliedern aus Rat und Verwaltung waren auch einige Vertreter von Vereinen und Schulen zugegen, denen nach Walters Auffassung die Rolle als Multiplikatoren bei der Aufklärung der nachwachsenden Generation zukommt.
Auch zahlreiche Ortsbürgermeister und Vertreter der Ratsfraktionen kamen zur Ausstellungseröffnung. UMSCHAU-Fotos
Bis Ende nächster Woche haben Schulklassen die Möglichkeit, Führungen durch die Ausstellung zu buchen. Mitarbeiter der NEIS sind vor Ort, um mit den Schülern die Ausstellung zu erarbeiten. „Sie müssen sich bestimmte Sequenzen genau ansehen und darüber einen kleinen Vortrag halten“, so Dr. Stephan. Die „Buchungszahlen“ der Seelzer Schulen im Vorfeld der Ausstellungseröffnung stellten Bürgermeister Schallhorn nicht zufrieden: „Hier müssen wir noch einmal kräftig die Werbetrommel rühren“, denn so schnell werde man derartig aufschlussreiches Informations- und Anschauungsmaterial nicht mehr in die Stadt bekommen. Die Anwesenheit von Vertreter der Geschwister-Scholl-Schule und des Georg-Büchner-Gymnasiums lässt erwarten, dass die Seelzer Schulen diese Ausstellung ausreichend würdigen werden.
Seelze ist übrigens erst die zweite niedersächsische Kommune, in der die überarbeitete Ausstellung zu sehen ist. „Wir haben neben dem Rechts- nunmehr auch den Linksextremismus aufgenommen, … der unsere Demokratie genauso herausfordert“, so Dr. Walter, der den Verfassungsschutz „als eine Art Frühwarnsystem unserer Demokratie“ versteht. So wird auch auf die Partei „Die Linke“ hingewiesen, die nach Dr. Walters Ansicht nicht nur klar extremistische Gruppierungen in den eigenen Reihen toleriert, sondern sie auch fördert und ihnen gezielt Mitwirkungsrechte gibt.
Natürlich ist die Ausstellung für alle interessierten Bürger zugänglich. „Sie ist während unserer Öffnungszeiten zu besichtigen“, so Wilfried Otto von der Verwaltung, bei dem auch Führungen gebucht werden können. Am schnellsten gelangt man durch den rückwärtigen Eingang in der Heimstättenstraße zu dem Ausstellungsraum. |